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    Irland / Dublin - Wicklow
    Hollywood: Ist man erst einmal aus Dublin raus, wird es sofort Grün. Sanft steigen die ersten Hügel an, eine Runde um den Pollaphuca Stausee ist Pflicht. Besucher des kleinen Dörfchens Hollywood reiben sich regelmäßig die Augen. Die Einwohner haben sich den Gag erlaubt, die vom großen amerikanischen Bruder bekannten Riesenlettern des Ortsnamens mitten in die sattgrüne Landschaft zu setzen. Wicklow Gap: Der Wicklow Mountains Nationalpark ist für Motorradfahrer wohl „die“ Überraschung der Grünen Insel. Wer vermutet schon über 800 Meter hohe Gipfel direkt vor den Toren der Hauptstadt? Und dazu ein Sammelsurium an feinsten kleinen Straßen, die wiederum über einige Gaps führen. Die Hochheide- Landschaft ist im Frühjahr zudem ein Blütentraum. Glendalough: Das nach eigenen Angaben „sprituelle Zentrum“ Irlands kann die Ruinen von gleich sechs Klosterkirchen aufweisen. Außerdem befindet sich hier das Besucherzentrum des Nationalparks mit interessanten Informationen über die einzigartige Geologie dieser Landschaft. Sally Gap: Gleich zwei fahraktive Routen kreuzen sich auf dem mit 518 Metern wahrscheinlich höchsten Pass der Insel. Dublin: Eine Irlandreise ohne Dublin? Niemals! Die Hauptstadt ist in ihrer Vielfalt überaus attraktiv – auch für Motorrad-Reisende. Wichtig: bei der Hotelsuche auf sichere Parkplätze achten. Wir empfehlen zwei bis drei Nächte, denn ein Tag in Dublin und dazu ein Ausflug in den Wicklow Mountains – und das ist schon knapp bemessen. Vom Hafen legen auch die Fähren nach Holyhead in Nordwales ab.
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    Irland / Belfast - Down - Armagh
    Lisnarrick: Der auf dieser Tour umrundete Lower Lough Erne ist der nördliche Teil eines aus zwei Seen und dem Fluss Erne bestehenden Wasserwegs. Mit seinen zahlreichen Inseln ist er ein Paradies für Angler, aber auch für Wassersportler. Wer also während seines Irland-Aufenthalts mal den Lenker des Motorrads gegen den Lenker etwa eines Wakeboards tauschen möchte, findet hier Gelegenheit. Ebenso zum Wasserskilaufen – oder lernen. Anbieter gibt es gut verteilt rund um das zweitgrößte Gewässer Nordirlands. Boa Island: Die größte Insel im See ist gut acht Kilometer lang und an beiden Enden über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Als Besonderheit kann sie den Friedhof von Cardagh aufweisen, in dem zwei frühchristliche Steinfiguren mit zwei Gesichtern stehen. Obwohl vom Motiv her ähnlich, stammen sie wohl aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Belleek: Wer Töpferkunst zu schätzen weiß, kommt um einen Besuch in Irlands ältester Porzellanmanufaktur, der Belleek Pottery, nicht vorbei. Die Produktion kann besichtigt werden, ebenso das Pottery Museum. Das Besucherzentrum ist täglich geöffnet. Cliffs of Magho: Auf neun Kilometern verlaufen diese Kalksteinklippen parallel zum Westufer des Lower Lough Erne und bieten an einigen Stellen fantastische Aussichten über die Landschaft. Enniskillen: Der Start- und Zielpunkt dieses Abstechers in den äußersten Westen Nordirlands liegt genau an der Schnittstelle der beiden Seen, die den Lough Erne bilden. Da musste natürlich eine Burg her. Die ist erstaunlich gut erhalten und Sitz des sehenswerten Museums der Grafschaft Fermanagh.
    Irland / Sligo - Donegal
    Bunbeg: Der kleine Ort ist eher ein Sammelsurium an Siedlungen, aber in fantastischer Lage. Die stark versandete Mündung des Gweedore River bietet bei Ebbe ein fantastisches Bild. Wie gefährlich es aber für die Schifffahrt ist, bezeugt das gleichermaßen als Mahnung im Sand gestrandete Schiffswrack, das den Strand von Magheraclogher ziert. Gweedore: Hier schlägt das Herz Irlands. Mancherorts ist die Bevölkerung fast vollständig Irisch sprechend. Im Sommer lassen sich zahlreiche Schüler und Studenten während Ferienkursen hier in der Sprache ihrer Vorväter unterrichten. Wahrzeichen der Region ist der von fast überall und weithin sichtbare Mount Errigal, mit 751 Metern der höchste Gipfel Donegals. Seine Quarzit-Spitze leuchtet im Licht der untergehenden Sonne gerne in diversen Pink-Tönen. Derryveagh Mountains: Diese Berge machen nicht nur weite Teile des Glenveagh Nationalparks aus, sie sind auch die größte Bergkette der Grafschaft Donegal. Und damit natürlich ein dominierender Anblick. Gleichzeitig ist es das am dünnsten besiedelte Gebiet auf der Grünen Insel – Anlass genug, um hier mit dem Motorrad unterwegs zu sein. Portnablagh: Wie die meisten an der Küste liegenden Dörfer Donegals, ist auch dieses mit seinem an drei Seiten geschützten Hafen ein pittoresker Anblick und ein beliebter Fotostopp. Es bietet zudem tolle Ausblicke über die Sheep Haven Bucht nach Rosguill (Karte 7). Letterkenny: In der größten und bereits als Tourbasis empfohlenen Stadt in Donegal, bietet das Donegal County Museum einen sehr guten Überblick über die wechselvolle Geschichte des irischen Nordwestens.
    Irland / Dublin - Wicklow
    Trim: Auf dem Weg aus der Mitte des Landes zurück an die Küste geht es auf dieser kurzen Etappe an vielen historisch bedeutsamen Stätten vorbei. So auch an Trim, wo die normannische Burg aus dem 12. Jahrhundert als größte ihrer Art in Europa gilt. Auch als Ruine ist sie noch imposant – und dank Mel Gibson weltbekannt. Zahlreiche Aufnahme zum Film „Braveheart“ entstanden hier. Hill of Tara: Der wohl meistverehrte Ort Irlands ist schon seit der Steinzeit eine heilige Stätte. Auch der schlaue St. Patrick bediente sich der Ausstrahlung dieses Ortes bei der Christinaisierung der Insel. Viel zu sehen gibt es nicht, einen Besuch ist Tara dennoch wert. New Grange: Zusammen mit den nahe gelegenen Anlagen Dowth und Knowth gilt das Ganggrab aus der Steinzeit zu den bedeutendsten Megalithanlagen der Welt. Deshalb wurden die mehr als 5.000 Jahre alten Kulturschätze auch zur Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Eine Besichtigung ist nur mit Führer nach Voranmeldung möglich – aber überaus eindrucksvoll. Boyne Valley: Die Schlacht am Fluss Boyne zählt zu den einschneidensten Ereignissen der irischen Geschichte: Wilhelm II von England konnte seinen von ihm zuvor abgesetzten Vorgänger Jakob II und dessen Truppen entscheidend bezwingen. Das gilt auch als Grundlage für die sich bis heute fortsetzenden Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten auf der Insel. Drogheda: Das Etappenziel ist ein lebhafter Ort am Fluss Boyne. In den letzten Jahren ist ein verlockender Mix aus historischem Zentrum und trendigen Neubauten entlang beider Flussufer entstanden.
    Irland / Galway - Mayo - Sligo
    Newport: Die gleichnamige Bucht besticht durch Dutzende kleiner Eilande: ein eindrucksvolles Bild. In der Nähe des Ortes erhebt sich ein besonders schönes Beispiel der weit verbreiteten Turmhäuser, die in Irland dennoch als Burgen gelten: Rockfleet Castle. Zuvor machen die nicht minder sehenswerten Reste des Klosters Burrishoole am Wegesrand auf sich aufmerksam. Corraun: Bei einer Runde über diese Halbinsel, die nur über eine schmale Landbrücke mit dem Festland verbunden ist, eröffnen sich immer wieder wunderbare Ausblicke auf die vorgelagerte Insel Achill. Sie ist die größte aller die Hauptinsel umgebenden Eilande und umfasst 146 Quadratkilometer. Natürlich ist sie auch einen Besuch wert, der aber nicht im Rahmen einer solchen Tagesetappe möglich ist. Dafür sollte man schon ein, zwei Tage extra einplanen. Allein der Atlantic Drive im Westen lohnt aber den Aufwand. Ballycroy: Zurück auf dem Festland führt der weitere Verlauf der Route erst einmal durch den Ballycroy National Park, eines der größten erhaltenen Sumpfgebiete Westeuropas. Östlich flankieren die zahlreichen Gipfel des Nephin Beg Gebirgszuges den Weg. Belmullet: Wir gönnen uns einen Abstecher Richtung der Mullet- Halbinsel. An der Zufahrt liegt Belmullet, ein netter Platz für die „Halbzeitpause“ des Tages.. Ballycastle: Nach einer ruhigeren Überbrückungsetappe ist die Küste wieder erreicht und beeindruckt bis Ballycastle erneut mit Steilkippen und reichlich geschichtsträchtigen Punkten. Einige megalithische Kammergräber reihen sich am Wegesrand auf, sind aber teilweise nur schwer zu entdecken.
    Irland / Cork - Kerry
    Kinsale: Das farbenfrohe Küstenstädtchen mit seinen bunten Häusern ist so etwas wie der inoffizielle Startpunkt des Wild Atlantic Way. Unsere Etappe ist mit rund 245 Kilometern recht lang, warten doch rechts und links des Weges viele kleine Attraktionen. Wer sich für keltische Steinkreise oder den Reiz einsamer Leuchttürme begeistert, sollte diese Etappe besser in zwei Tage unterteilen. Dann ist auch Zeit für einen Abstecher zum Old Head of Kinsale, wo Steilküste auf Atlantik trifft und die Welt zu Ende scheint. Skibbereen: Auf dem Weg dorthin kann man sich immer wieder von der keltischen Geschichte des Landes gefangen nehmen lassen. Die Überreste dieser Hochkultur sind nicht immer leicht zu finden. Da hilft: Nachfragen! Baltimore: Am Ende der Stichstraße ragt eine weitere steile Klippe tief ins Meer hinein. Am Ende erhebt sich ein Leuchtfeuer: The Beacon. Seine ungewöhnliche Form erinnert an die Spitze einer Rakete, die aus der Erde ragt. Außerdem trägt das beliebte Fotomotiv auch Namen wie „Lots Frau“. Mizen Head: Die nur über eine schmale Brücke erreichbare, vorgelagerte Klippe markiert das südwestliche Ende Irlands. Ein kleines Besucherzentrum bietet Infos zur Bedeutung des schroffen Felsens und der Umgebung. Bantry: Das Etappenziel ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort für die Region und lebt vor allem vom Tourismus sowie von der Fischerei. Entsprechend findet sich hier die passende Infrastruktur für eine Übernachtung. Früher war es auch Irlands wichtigster Ölhafen und Lagerstätte des „Schwarzen Golds“. Die Explosion des Tankers Betelgeuse machte dem 1979 ein Ende.
    Irland / Derry - Antrim Coast
    Derry/Londonderry: Die Grenzstadt zur Republik Irland ist gleichzeitig Ausgangspunkt der Causeway Coastal Route, einer der großen irischen Touristenrouten. Diese Alternativroute führt aber durch das Sperrin Gebirge. Sperrin Mountains: Die Sperrins sind eine von Gletschern geschliffene Gebirgslandschaft deren höchster Gipfel, der Mount Sawel mit 678 Metern, an unserer Route liegt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Bergkette zu durchqueren, deren Gipfel im Winter regelmäßig schneebedeckt sind. Auch Starkwinde sind hier keine Seltenheit. Die von uns empfohlene Strecke führt über eine Single Track Road durch eine überaus karge Landschaft, die wir sonst nur aus hochalpinen Gebieten kennen. Trotz der geringen Höhenlage muss die Straße teilweise irrwitzige Steigungen überwinden. Belohnt wird man mit einzigartigen Ausblicken bis weit über die Küstenlinien hinaus. Ballymoney: Wer sich für Motorrad- Straßenrennen interessiert, muss diesen Ort kennen – und ihn besuchen. Er ist die Heimat der Familie Dunlop, die einige der erfolgreichsten Fahrer dieser Sportart hervorbrachte. Dem berühmtesten Sohn der Stadt, Joey Dunlop, hat man einen ganzen Park mit Statue und seiner persönlichen „Wall of Fame“ gewidmet: 26 Siege bei der Isle of Man TT, 24 bei der nordirischen Ulster TT, dazu 13 mal die legendären Northwest 200 gewonnen. Letzteres hat nur sein Bruder Robert mit 15 Siegen getoppt. Portrush: Neben seinen fantastischen Stränden ist der nordirische Küstenort vor allem als perfekte Basis für einen Besuch des Giant‘s Causeway sowie als Etappenort an der Causeway Coastal Route bekannt und beliebt.
    Irland / Wexford - Waterford - Kilkenny
    Tramore: Der erste Kontakt zu weitläufigen Sandstränden mag verzücken, aber der Ort ist weit mehr: Hier hat sich Irlands kleines Surfer-Paradies entwickelt. Leihboards, Neopren-Anzüge, Kurse – und draußen brandet das Meer. Da möchte man gleich länger bleiben. Bunmahon Beach: Noch ein schöner Strand und gleichzeitig das Herz der irischen „Copper Coast“: Im 19. Jahrhundert wurde hier erfolgreich Kupfer geschürft. Dungarvan: Ein malerischer Hafen, beschützt von einer kleinen Burg und überspannt von einer massiven Steinbrücke – das zeigt, wie sehr der Ort seit seiner Gründung im 15. Jahrhundert an strategischer Bedeutung zunahm. Eine zeitlang war hier auch der Verwaltungssitz des Countys Waterford. Aus dieser Grafschaft stamser bemen übrigens auch die Kennedys, Amerikas präsidiale Familie. JFKs Großvater wurde noch auf der Grünen Insel geboren… Weiter südlich liegt mit Ardmore ein hübscher Küstenflecken, der Zeugnis gibt von der frühchristlichen Besiedlung des Landes. Lange vor Ankunft des irischen Nationalheiligen, Patrick, missionierte hier der Heilige Declan bereits die Einwohner. Ein 20-minütiger Fußweg führt zu den wichtigsten Stationen seines Lebens und Wirkens. Midleton: Bevor es vor die Tore der berühmten Jameson Destillerie geht, freuen sich vor allem weibliche Reisende über einen Stopp in Shanagarry, wo sich eine ansehnliche Koch- und Künstlergemeinde etabliert hat. Cobh: Diese Stadt ist ein absolut bezaubernder Ort mit einer schrecklichen Geschichte: Mehr als 2,5 Millionen Iren flohen über dessen Hafen vor Hunger und Armut in die neue Welt.
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