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    Schweiz / Westschweiz
    Eine Tour rund um Fribourg stellt sowohl den Kurvenräuber als auch den Genussfahrer mehr als zufrieden. Diese Region lässt sich am besten zwischen Mittelgebirge und Alpen einsortieren und so wechseln sich knackige Kurvenstrecken im Gebirge mit Sightseeing-Etappen entlang verträumter Seen ab. Diese Tour ist eine von über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Für einen perfekten Überblick über die schönsten Motorradtouren in der Schweiz empfehlen wir Dir unsere nachfolgenden Motorradkarten: Tourenkarten Alpen Österreich Schweiz Folymap Alpenpässe Bikerbetten Motorradkarten-Alpen-Österreich-Schweiz Der Tag der Variationen beginnt in Murten. Der Ort liegt romantisch am Murtensee und besitzt eine wunderschöne Altstadt, Schloss und Ringmauer, die man vor Tourstart unbedingt zu Fuß erkunden sollte. Oder wenigstens das Bike am Straßenrand abstellen und, umgeben von bezaubernden historischen Gebäuden, eine Tasse Kaffee trinken. Ein Landsträßchen bringt uns über Muntelier nach Salvenach und weiter über Liebistorf nach Düdingen. Dahinter queren wir die N 12, rollen durch Tafers und sind schon mitten drin in dem Hügelland mit seinen ungezählten kleinen Verbindungssträßchen. Die Kurven sind nicht zu eng und lassen Raum für Tempo und Schräglagen. Und für die Optik, denn diese alpine Gegend mit ihren grünen Almen ist eine Augenweide. Alterswil, Plaffeien, dann ein Abstecher zum Schwarzsee, wo am Ende des Tales ein Kleinod in Form eines Bergsees mit Parkplatz und Restauration wartet. Der See liegt etwas über tausend Meter über dem Meeresspiegel und ist maximal zehn Meter tief. Das flache Ufer ist von Wiesen und Bäumen umrandet und mit Schilfrohr eingefasst. Ringsherum die Berge, die sich im Wasser spiegeln – hier würde man am liebsten eine Almhütte kaufen. Weiter geht die Kurverei über Sangernboden nach Schwefelbergbad, danach folgt mit der Erstürmung des 1.608 Meter hohen Gurnigel das erste fahrerische Highlight der Tour. Dass auf der Gurnigelstraße jedes Jahr ein Bergrennen stattfindet, kann für uns nur eines bedeuten: Spaß ohne Ende! Wer Lust hat, darf am Bikertreff an der unteren Gantrischhütte anhalten und einen Benzinplausch halten. Ansonsten kurven wir weiter nach Riggisberg, um ein paar Kilometer später rechts nach Burgistein abzubiegen. Etwas gemächlicher geht es dann das Stockental entlang. In Wimmis klinken wir uns in die N 11 ein, die in eleganten Bögen durch das Simmental dem Lauf der Simme folgt. Ab Reidenbach heißt es dann wieder: Kurvenräuber aufgepasst! Die Kehren hinauf zum 1.509 Meter hohen Jaunpass verlangen nämlich die ganze Konzentration. Viel zu schnell sind wir über den Sattel drüber. Oben die typischen Alpenhäuser, herrliches Bergpanorama, es duftet nach Heu. Wie viele Passstraßen haben wir auch diese dem Militär zu verdanken. Nach dem deutsch-französischen Krieg von 1871 bauten die Schweizer diese Trasse, um die wichtigen Militärstützpunkte in Bulle und Thun miteinander zu verbinden. 1941 wurde auf dem Pass das Artilleriewerk Jaunpass errichtet. Die Bunker der acht Kanonen sind als Almhütten getarnt, nur das herausragende Kanonenrohr verrät ihre wahre Bestimmung. Gemächlich fahren wir das Vallée de la Jogne entlang, eine Etappe für die Genussfahrer, kurven nach Broc hinab und gelangen nach Bulle. Das Städtchen gefällt mit seinem hübschen Stadtbild, seine Bürgerhäuser stammen fast alle aus dem frühen 19. Jahrhundert. Schloss Bulle wurde im Jahr 1291 von den Bischöfen von Lausanne gebaut. Der Grundriss des Schlosses ist quadratisch, mit vier Ecktürmen, einer davon ist ein Monsterturm von 33 Meter Höhe und 13,5 Meter Durchmesser. Der Innenhof ist frei zugänglich. Also nichts wie hin. Nördlich von Bulle überqueren wir den Lac de la Gruyère und fahren auf relativ gerader Strecke mit zügigem Tempo nach Fribourg. Die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons sitzt spektakulär auf einem Felssporn über dem Tal der Saane und zeigt eine der am besten erhaltenen historischen Altstädte der Schweiz. Deshalb hier unbedingt eine Runde zu Fuß drehen oder zumindest einmal mit dem Bike durchrollen, die alten Fassaden und schönen Brunnen fotografieren. Über einen Hügel geht es anschließend nach Belfaux, Misery-Courtion und Avenches. Dort findet gleich der nächste Halt statt, denn das Städtchen ist ein Juwel mit Altstadt, Marktplatz und Cafézeile. Die französisch-deutsche Sprachgrenze verläuft genau hier. So redet man in Murten noch Deutsch, während wir hier auf Französisch angesprochen werden. Die Sprachgrenze ist auch sichtbar, denn gerade Avenches ist ein typischer französischer Ort, der mit dem deutschen Stadtbild von Murten rein gar nichts zu tun hat. Interessanterweise hält sich diese Grenze schon seit Jahrhunderten, Vermischungstendenzen sind nicht in Sicht. Wir fahren weiter nach Salavaux mit seinem hübschen Schloss am Ortsausgang, dann geht es am Murtensee entlang nach Murten zurück. Dort vertreten wir uns zum Abschluss der Tour auf der herrlichen Seepromenade noch die Beine oder strecken sie auf dem saftig grünen Rasen aus. Tourlänge: ca. 230 km Roadbook: Murten – Muntelier – Salvenach – Liebistorf – Düdingen – Tafers – Alterswil – Plaffeien – Schwarzsee – Sangernboden – Schwefelbergbad – Gurnigel – Riggisberg – Burgistein – Wimmis – Reidenbach – Jaunpass – Broc – Bulle – Fribourg – Belfaux – Misery-Courtion – Avenches – Salavaux – Murten Highlight: Eglifilet zum Abendessen. In den Restaurants rund um den Murtensee muss man unbedingt fangfrischen Flussbarsch bestellen. Ob à la meunière, nach Müllerinnenart, im Bierteig, natur, mariniert oder mit Limetten-Kräuterschaum ist Geschmackssache – immer zergeht er auf der Zunge. Dazu Salzkartoffeln und einen kühlen Weißwein. Pässe-Info: Gurnigel           1609    14 %    -    14km Jaunpass         1509    13 %    -   16km
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    Österreich / Kärnten
    Diese vielseitige Tour mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden führt über steile Alpenpässe Richtung Süden in das malerische Kärntener Seengebiet, wo Österreich seine Grenzen mit Italien und Slowenien teilt. Wir folgen unserer Nase auf der Suche nach dem Duft des Südens. Die Tour ist eine von über 1.000 Bikerbetten Motorradtouren und Alpenpässen der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Für alle, die sich über die Region und die Pässe in der Umgebung informieren möchten, empfehlen wir unsere Spezialkarte Alpenpässe aus der FolyMaps Reihe oder unsere FolyMaps Motorradkarten-Set Alpen Österreich Schweiz. Darüber hinaus findest Du weitere interessante Produkte in unserem Shop. Übrigens: Passende Motorradhotels Kärnten findest Du über unsere Bikerbetten Motorradhotel-Suche. Startort Oberdrauburg. Idealer Ausgangspunkt, denn gleich dahinter wartet bereits das erste von vielen Kurvenabenteuern dieses Tages auf uns – die Überquerung des Doppelpasses Gailberg (981 m) und Plöcken (1.357 m). Einsteiger und Könner dürfen sich gleichermaßen freuen, denn die gesamte Route zwischen Kötschach-Mauthen und Paluzza ist äußerst harmonisch angelegt. Breite Fahrbahn, ordentlich asphaltiert, moderate Steigungen und Gefälle, gute Übersicht, relativ wenig Verkehr. Entspanntes Kurvenschwingen ist die Folge. Der Kopf hat viel Freiraum, um die tollen Blicke auf die Karnischen Alpen zu würdigen. Und die Nase darf schon mal Bergkräuter und Heu schnuppern. Übrigens: Wer sich für Geschichte interessiert – das Freilichtmuseum 1915 – 1918 am Plöckenpass ist das weltweit größte seiner Art. Es ist von Frühjahr bis Herbst geöffnet und zeigt Stellungen, Baracken, Stollen und Postenstände aus dem Gebirgskrieg von 1915 bis 1918. Eintritt frei. Hinter dem Plöckensattel überqueren wir die Landesgrenze zu Italien und kurven hinab nach Paluzza, in dieses typisch italienische Städtchen. Es duftet nach Pizza und Oregano. Sein Wahrzeichen ist der Moscarda-Turm, der Rest einer im 13. Jahrhundert erbauten Verteidigungsanlage. Die weit geschwungene Straße über Arta und Tolmezzo läuft zügig unter den Rädern durch, bevor hinter Moggio Udinese gleich der nächste alpine Doppelschlag folgt – Sella di Cereschiatis und Nassfeldpass. Ist die Fahrt über die Sella di Cereschiatis (1.066 m) noch eine runde, harmonische Angelegenheit, so entpuppt sich die Überquerung des Nassfeldpasses (1.530 m) als Herausforderung: enge Serpentinen, knackige Steigungen, Kurven wie am Fließband, eine 180-Grad-Kehre im Tunnel. Nur an den Schildern erkennt man noch den Grenzübergang. Auf der österreichischen Seite ist die Fahrbahn bestens ausgebaut und top in Schuss. In Tröpolach setzten wir den Blinker rechts und klinken uns auf die Bundesstraße 111 ein, die uns ostwärts Richtung Villach bringt. Endlich kommen die oberen Getriebegänge wieder zum Einsatz, und schon bald können wir linker Hand den 2.162 Meter hohen Dobratsch erkennen, Villachs Hausberg. Der ist unser nächstes Ziel. Wir recken die Nase hoch, durchqueren Villach, folgen dem Schild „ Villacher Alpenstraße “ und sind gleich mitten drin in dieser 16 Kilometer langen Route und ihren insgesamt sieben Kehren. Imposante Blicke hinab auf Villach und die umliegenden Seen wechseln sich ab mit mächtig Kurvenspaß. Oben auf der Villacher Alpe angekommen, bieten sich traumhafte Weitsichten zu den Julischen Alpen und den Karawanken. Zurück in Villach empfiehlt sich ein ausgedehnter Stadtbummel. Traumhaftschön am Ufer der Drau gelegen, glänzt das stark im Umweltschutz engagierte Villach mit seinem vom großzügigen Hauptplatz beherrschten historischen Kern. Es duftet verführerisch aus den Restaurants. Wer Hunger hat, bestellt Kasnudeln, das Kärntner Nationalgericht oder eine Villacher Kirchtagssuppe. Nach der Pause folgt unsere Route ein Stück dem Drautal, zweigt in Feistritz links ab und nimmt sich anschließend die Windische Höhe (1.110 m) vor. Die Bergstraße zieht sich in schwungvollen Kurven bergan und ist zwischendurch etwas holperig und so eng, dass zwei Autos gerade so aneinander vorbeikommen. Klein, aber oho könnte man zu diesem wenig bekannten Pass sagen. Sein Name hat übrigens nichts mit irgendwelchen Winden zu tun, sondern bezieht sich auf die früher hier verlaufende deutsch-slowenische Sprachgrenze – die Slowenen wurden auch die „Windischen“ genannt. In St. Stefan erreichen wir das pittoreske Gailtal, folgen dem Fluss ein Stück nach Westen und zweigen in Hermagor rechts Richtung Greifenburg ab. Und sofort dürfen wir uns auf den nächsten Kurvenrausch freuen, denn der 1.034 Meter hohe Kreuzbergsattel ist nicht weit. Zuerst einige harmlose Kilometer im Gitschtal, dann windet sich die gepflegte Fahrbahn in großen und kleinen Bögen an der Talflanke entlang in die Höhe. Die relativ kurze Scheitelstrecke ist schnell überquert, und kurz darauf rollen wir durch das hübsche Greifenburg mit seinem markanten Schloss. Es thront über dem malerischen Ort und kann für Hochzeiten gebucht werden. Wer sich nicht trauen lässt, kann sich etwas anderes trauen: Einen Tandemflug mit dem Gleitschirm von der Emberger Alm aus. Die durch das Drautal führende Bundesstraße 100 mit ihren sanften Bögen kommt nach diesem so kurvenintensiven Mittelteil der Tour gerade recht. Die Gipfel der Gailtaler und der Karnischen Alpen begleiten uns und sorgen für die perfekte Stimmung zum Ausklang dieser Runde. Visier hoch, Nase in den würzigen Wind. Herrlich. Tourlänge: ca. 410 km, ca. 8 Stunden oder 2 Tage Roadbook: Oberdrauburg – Gailbergpass – Kötschach-Mauthen – Plöckenpass – Paluzza – Arta – Tolmezzo – Moggio Udinese – Sella di Cereschiatis – Nassfeldpass – Tröpolach – Villach – Feistritz – Windische Höhe – St. Stefan – Hermagor – Kreuzbergsattel – Greifenburg – Oberdrauburg Highlight: Die Villacher Alpenstraße hoch auf den Dobratsch. Auf dem Parkplatz Rosstratte (1.732 m) erwartet uns das spektakulärste Panorama Österreichs. Ausblicke auf das Karstgebirge und auf die Berggipfel der Nachbarländer Slowenien und Italien. Pässe-Info: Gailbergsattel (Pass)                   982    10 %    11-4     15km Plöckenpass                            1357    13 %       -        37km Nassfeldpass                           1530    16 %       -        31km Windische Höhe                       1110      6 %      ?         19km Kreuzbergsattel                        1074    15 %       -        28km
    Italien / Ligurien Toskana
    Vom schönsten Badeort der italienischen Riviera Levante aus führt diese Tagestour auf einsamen und kaum befahrenen Bergsträßchen mitten hinein in das ligurische Küstengebirge östlich von Genua. Fahrvergnügen, Landschaftsgenuss und ein Stück Kultur – diese Runde zeigt sich facettenreich. Möchtest Du Dich vorab über die Region informieren, empfehlen wir Dir unseren Motorrad Reiseführer Piemont Ligurien Toskana mit seinen vielen Insidertipps, Kartenmaterial, Hotelempfehlungen usw. anzuschauen. Einen perfekten Überblick über Nord Italien mit seinen Tourenmöglichkeiten bietet Dir unsere Bikerbetten Motorradkarten Italien Nord. Diese und weitere interessante Produkte kannst Du über unseren Shop bestellen. Rapallo liegt rund 30 Kilometer östlich von Genua und ist nicht nur der größte Badeort der Riviera Levante, sondern gilt auch als der schönste. Wer in der Morgen- oder Abendsonne an der Hafenpromenade Rapallos spazieren geht, wird diesem Superlativ zustimmen. Die tief stehende Sonne streicht die alten Bürgerhäuser in den Farben Himbeer, Aprikose, Curry und Zimt, die Cafétische sind voll besetzt, plaudernde Menschen schlendern am Kai entlang, die Stimmung ist zauberhaft. Stellt man sich als Urlauber nicht genau so Italien vor? International bekannt wurde Rapallo gleich zweimal: Zuerst 1920, als sich Italien mit Jugoslawien über strittige Grenzfragen einigte und zwischen den beiden Ländern endlich Friede herrschte. Zwei Jahre später schlossen der deutsche und russische Außenminister den legendären Vertrag von Rapallo und beendeten damit endgültig den Ersten Weltkrieg und dessen Nachwirkungen. Beide Seiten nahmen wieder diplomatische Beziehungen auf  und verzichteten auf Reparationszahlungen. Die Westmächte warfen Russland vor, mit dem Kriegsverlierer Deutschland zu paktieren und forderten die Aufhebung des Vertrages. Ohne Erfolg. Ein großer Erfolg hingegen wird vor dem Start zur Tour das Frühstück auf der Piazza Cavour. Hier am Mittelpunkt der Altstadt ist Rapallo italienischer denn je. Ein Caffè oder einen Capucchino, dazu ein Brioche con crèma oder marmelata, und die Fahrt kann losgehen. Zunächst ein Stück am Meer entlang Richtung Südosten. In Lavagna Blinker links zur P 225, nach ein paar Kilometern rechts ab. Obwohl noch früher Morgen, sind wir nicht alleine auf der Straße. Mopeds, Roller, dreirädrige Ape und Kleinlaster drängeln sich zweitaktend auf der Fahrbahn. Beinahe jeder Italiener besitzt ein Stück Land, eine Campagna, auf dem er Obst, Gemüse oder Oliven anbaut. Meist für den Eigenbedarf. Denn mit der Grundrente von monatlich knapp 500 Euro kommt man auch in Ligurien nicht weit. So herrscht im Sommerhalbjahr in den Campagnas rund um die Dörfer reger Betrieb. Reifes Obst oder Gemüse ernten, Unkraut jäten, bewässern, Gras schneiden – immer gibt es etwas zu tun. Dann der Abzweig zum Passo del Bocco. Im Sportmodus erklimmen wir die gut ausgebaute und flüssig zu fahrende Westrampe. Gute Übersicht, null Verkehr, ordentlicher Belag – was will man mehr? Oben auf dem Pass in 956 Meter warten ein kleiner Bergsee mit Picknickplätzen sowie ein Rifugio mit leckerem Cappuccino. Perfekt für die erste Pause. An der Kreuzung rechts ab nach Varese Ligure. Die Bergstrecke läuft unspektakulär flott unter den Reifen durch, man kommt leicht in den Flow. Das hübsche Varese Ligure liegt in dem Vara-Tal, das wegen des dort betriebenen engagierten Umweltschutzes und Bio-Anbaus den Namen Bio-Tal tragen darf. Nicht gerade sehr umweltfreundlich wedeln wir anschließend mit geöffnetem Gasgriff und heißen Bremsscheiben die Serpentinen zum Passo di Cento Croci hinauf (1.055 m). Kurz, aber knackig zeigt sich die Ostrampe des Passes. Danach geht es zügig durch die weiten Bögen der P 523 nach Bedonia. Der Ort liegt malerisch in einem grünen Hochtal der Region Emiglia Romana. Hausberg ist der 1.480 Meter hohe Monte Pelpi. Die kleine, aber feine Altstadt mit ihren hellen Fassaden wird beherrscht von der mächtigen Kirche Madonna di San Marco. Gleich hinter Bedonia lauern die Kurven hinauf zum Passo Montevaca. 805 Meter hoch, eine Handvoll lockerer Kurven, schnelle Gangart. Mit der Trattoria Oppici wartet dort nach einer scharfen Linkskurve der Tipp für die Mittagspause. Wer kein warmes Menü essen möchte, dem sei eine Käseplatte oder ein Panino mit ligurischem Schafskäse empfohlen. Je nach Reifegrad ist der entweder hart oder weich und schmeckt würzig bis mild. Wieder im Sattel, steht der Passo del Tomarlo auf dem Programm. Die Straße, die auf 1.482 Meter Höhe hinaufführt, zeigt sich in ordentlichem Zustand. Übersichtliche Kurven, griffiger Belag, wenig Verkehr. Zügiges Tempo, die oberen Gänge dürfen mitspielen. Die Empfehlung kommt von den Profis: Der Pass stand gleich mehrere Male auf dem Programm des Giro d’Italia. Über Rezzoaglio weiter nach Cabanne und Parazzuolo. Dort beginnt mit dem Anstieg zum Passo della Forcella das letzte Kurvenabenteuer dieses Tages. Ein paar maßvolle Kurven, dann bummelt man gemächlich durch ein romantisches Hochtal. Eine Schlucht spendet etwas Schatten, dann ist der Sattel (826 m) erreicht. Danach geht es ans Eingemachte: Keine Spitzkehren, dafür Kurven ohne Ende. Die schmale Fahrbahn verlangt ihren Tribut und lässt keine ganz so flüssige Fahrweise zu wie beispielsweise am Passo del Bocco. Dessen Westrampe treffen wir in Borgonovo, von wo aus die Rückfahrt nach Rapallo beginnt. Tourlänge: ca. 180 km Roadbook: Rapallo – Lavagna – Passo del Bocco – Varese Ligure – Passo di Cento Croci – Bedonia – Passo Montevaca – Passo del Tomarlo – Rezzoaglio – Cabanne – Parazzuolo – Passo La Forcella – Borgonovo – Rapallo Highlight: Alles Käse. San Sté heißt der berühmteste Käse Liguriens. Die gelbe Kruste dieses aus Kuhmilch hergestellten Käses ist dünn und elastisch. Ist der San Sté noch jung, schmeckt er milchig, später wird er aromatischer, würziger. Zum San Sté passt sehr gut ein kräftiger Rotwein vom Schlage eines Nebbiolo. Diese klassische italienische Rebsorte wird auch in Ligurien angebaut. Pässe-Info: Passo del Bocco 956 10% ? 30km Passo di Cento Croci       1055 7% ? 13km Passo Montevaca 805 5% ?   6km Passo del Tomarlo           1485 9% ? 19km Passo La (della) Forcella   878 22% ? 21km
    Schottland / Schottland
    Ganz im Norden der schottischen Highlands, in der alten Grafschaft Sutherland, ist die Landschaft ursprünglich, schroff, idyllisch. Durch das dünn besiedelte Land führen fantastische Single Track Roads und traumhafte Küstenstraßen. Durness liegt bildschön am weiten Sandstrand, nur wenige Kilometer vom Cape Wrath entfernt, der nordwestlichsten Ecke Schottlands. Von den Klippen rund um den Ort lassen sich Seehunde und Wale beobachten, Seevögel kreuzen durch die Windböen. Durness ist der Ausgangspunkt dieser kurzweiligen Rundtour durch die historische Grafschaft Sutherland und wie so viele Strecken in den nördlichen Highlands ist auch die Straße von Durness in Richtung Scourie eine Single Track Road. Die schmale A838 schlängelt sich am Ufer der Meeresbucht Kyle of Durness entlang. Nur wenige Meter trennen uns vom in der Sonne glitzernden Wasser. Kleine sandige Abschnitte wechseln sich mit von Algen bedeckten Felsen und Steinen ab. Rhiconich steht auf dem Schild bei der Abzweigung nach Kinlochbervie. Dabei soll es sich wohl um einen Ort handeln. Der besteht aber, wie so viele Örtchen hier oben im Norden, aus gerade mal zwei bis drei Häusern – Einsamkeit pur. Weiter geht es auf der „North & West Highlands Tourist Route“ gen Süden, zur Abwechslung auch mal wieder zweispurig, gut ausgebaut und griffig. Wir passieren Scourie und Unapool. In zackiger Schräglage geht es über die Kylesku Bridge, die in engen Bogen die schmale Meeresbucht überquert. Nur 1000 Meter weiter lockt das „Rock Stop Café and Exhibition Centre“ von der Straße. Im kleinen und gemütlichen Café werden leckere hausgemachte Scones mit Konfitüre serviert. Wenige Minuten später endet die A894 direkt am Ufer des Loch Assynt. Eigentlich müssten wir rechts abbiegen, wollen wir doch auf keinen Fall die spannende Runde durch das Inver Valley verpassen. Aber erst folgen wir links für wenige Meter dem Ufer des Assynt. Schon von hier ist unser Ziel zu sehen: Die Ruine des Ardvreck Castle. Um 1490 erbaut, hat Ardvreck Castle eine bewegte Geschichte hinter sich. Hier wurde gekämpft, belagert, gemordet. Der erste Marquess of Montrose, James Graham, suchte hier einst Schutz, wurde jedoch von den MacLeods, denen die Burg damals gehörte, verraten und später in Edinburgh hingerichtet. Einige Bewohner um das Loch Assynt schwören, dass James Graham in so mancher mondlosen Nacht in der Ruine umhergeht, auf der Suche nach den Verrätern. Lochinver liegt an der Mündung des River Inver und hat trotz seiner Beschaulichkeit einiges zu bieten. Die zerklüftete Küste mit ihren teils skurrilen Felsformationen und der Leuchtturm sind beliebte Wanderziele, die Kirkaig Wasserfälle und das Besucherzentrum Knockan Crag locken in der näheren Umgebung, im Ort und am Hafen laden die Pubs zur erholsamen Pause. Ab Lochinver geht es auf dem Asphalt ins Eingemachte. Entlang der Enard Bay und des Loch Lurgainn windet sich die extrem schmale Straße in unvergleichlicher Weise durch die hügelige und felsige Landschaft. Einspurig geht es teilweise direkt am Wasser entlang – was für eine Strecke! Bei Drumrunie erreichen wir wieder die A835. Die folgenden, gut ausgebauten 15 Kilometer bis Ullapool sind eine gute Erholung von der wilden, hinter uns liegenden Achterbahn. Tankstelle, Museum, Läden, Pubs, Restaurants und Hotels – Ullapool gilt als die größte Siedlung der nordwestlichen Highlands und, nicht ganz unwichtig, hier gibt es köstliche Fish & Chips. Ullapool ist der südliche Wendepunkt unserer Rundtour. Wir machen kehrt nach Drumrunie, bleiben vorerst auf der A835, um später bei Ledmore auf die A837 in Richtung Lairg abzubiegen. Das Tal nennt sich Strath Oykel und Oykel Bridge besteht aus nicht viel mehr als einer einsamen roten Telefonzelle am Straßenrand und der besagten Brücke über den River Oykel. Die gibt es dafür gleich doppelt. Gleich neben der neueren Überquerung liegt noch die uralte Steinbogenbrücke. Lairg, malerisch am Loch Shin gelegen, lockt neben zwei, drei kleinen Läden mit einem recht netten Restaurant. Im The Pier, gleich an der Hauptstraße gelegen, gibt es nicht nur köstliche Kuchen, sondern auch leckere andere Gerichte zu erschwinglichen Preisen. Lairg entlässt uns auf den folgenden 65 Kilometern auf eine der schönsten Strecken Schottlands – pures Highland-Feeling. Die grandiose Single Track Road führt durch hügeliges Land. Berghänge in allen denkbaren Grüntönen begleiten uns rechts und links der Strecke, weiß schäumt der sprudelnde Bergbach River Vagastie neben der Straße. Vorbei an Loch Naver und Loch Loyal geht es gen Norden in Richtung Küste, wo wir über Tongue bald den Bogen um Loch Eriboll schlagen. Rund um den Meeresarm steuere ich schließlich die BMW wieder zurück nach Durness und mache damit die Sutherland-Runde komplett. Roadbook: Durness, Laxford bridge, Scourie, Unapool, Ardvreck Castle, Lochinver, Drumrunie, Ullapool, Drumrunie, Ledmore, Oykel Bridge, Lairg, Altnaharra, Tongue, Loch Eriboll, Durness. Start- / Zielort: Durness /  Durness Länge: 310 km Highlight: Fish 'n' Chips – Legendär und lecker sind die berühmten britischen Fish 'n' Chips, vor allem in Schottland. Die jährliche Auszeichnung für die besten Fish 'n' Chips geht regelmäßig an schottische Lokale. Der frittierte Fisch ist ein Hochgenuss. Traditionell handelt es sich dabei meist um Kabeljau, den Cod. Zur Auswahl stehen oft auch Schellfisch, also Haddock, oder Seelachs, der Pollock. Bisweilen wird auch Scholle angeboten, die nennt sich dann Plaice. Die Chips aus regionalen Kartoffelsorten werden meist als „salt 'n' vinegar“ gereicht, mit Salz und Essig. Die Tradition der Fish 'n' Chips entstand relativ spät. Als wahrscheinlich gilt, dass in den 1850er Jahren in London, im damaligen Zentrum des Fischhandels, die ersten  Fish 'n' Chips-Läden eröffneten. Angeblich war übrigens der erste Fast Food-Lieferservice überhaupt ein findiger Fish 'n' Chips-Verkäufer aus dem nordenglischen Keighley, der ab 1936 vom Beiwagen seines Motorrades aus die leckere Mahlzeit auf den Baustellen der neu entstehenden Arbeitersiedlungen verkaufte.
    Italien / Ligurien Toskana
    Beeindruckende Steilküsten, farbenfrohe Vegetation, malerische Altstädte, bunte Häfen und eine regionale Köstlichkeit – die Runde durch das Genoveser Hinterland wartet mit fahrerischen, optischen und kulinarischen Leckerbissen auf. Die Motorradtour "Pesto Genovese" ist einer von über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Möchtest Du Dich vorab über die Region informieren, empfehlen wir Dir unseren Motorrad Reiseführer Piemont Ligurien Toskana mit seinen vielen Insidertipps, Kartenmaterial, Hotelempfehlungen usw. anzuschauen. Einen perfekten Überblick über Nord Italien mit seinen Tourenmöglichkeiten bietet Dir unsere Bikerbetten Motorradkarten Italien Nord. Diese und weitere interessante Produkte kannst Du über unseren Shop bestellen. Genua? Stadtautobahn, Tunnels, Hafen. Mehr fällt den meisten auf Anhieb nicht ein, wenn die Sprache auf die Hauptstadt Liguriens kommt. Man kennt Genua eigentlich nur von der Durchfahrt Richtung Süden oder als Fährhafen nach Sardinien oder Korsika. Dabei verbirgt sich hinter Wohnblocks und Industrieanlagen ein mittelalterliches Juwel, das zum Großteil unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Als nämlich 1528 der große Admiral Andrea Doria mit Spanien unter dem Habsburger Kaiser Karl V. einen Vertrag abschloss, der ihn zum Oberhaupt der spanischen Flotte machte. Im Schlepptau der neuen Großmacht Spanien machte er die Genueser Bankiers und Kaufleute zu den aktivsten Geldverleihern und Finanzhändlern Europas. Seinen unglaublichen Reichtum aus den erhobenen Zinsen steckte dieser neue Geldadel in den Bau von prachtvollen Palazzi, die heute das historische Zentrum Genuas prägen. Also nichts wie auf zu einer Besichtigungstour zu Fuß, bevor wir uns in den Motorradsattel schwingen. An erster Stelle steht die Via Garibaldi. Insgesamt 42 UNESCO-geschützte Palazzi sind dort aufgereiht und können teilweise besichtigt werden. Aber auch nur von außen hinterlassen sie einen unvergesslichen Eindruck. In der Altstadt stehen aber auch die Imbissbuden, in denen man die landestypischen Spezialitäten wie Foccacia und Farinata bekommt. Bei der Focaccia handelt es sich um ein salziges Gebäck aus Weizenteig mit Olivenöl, die Farinata hingegen wird als Fladen aus dem Mehl von Kichererbsen, Wasser und Olivenöl gebacken. Vorbei am internationalen Flugplatz und am riesigen Industriehafen bringt uns die SS 1, die Via Aurelia, rasch aus Genua hinaus. Die Via Aurelia war eine Römerstraße, die der Censor Gaius Aurelius Cotta im Jahr 241 v.Ch. in Auftrag gab. Sie führte einst von Rom über Pisa bis ins französische Arles. Heute verläuft die SS 1 im Wesentlichen auf der Originaltrasse der Via Aurelia und wird deswegen auch so genannt. Rechts ragen die Spitzen des Küstengebirges steil in die Höhe, auf der linken Seite schimmert das blaue Meer. Tanker und Containerschiffe ziehen gemächlich ihre Muster in die glatte Wasseroberfläche. Arenzano mit seinem lebhaften Kern voller Läden, Cafés und Restaurants lockt zur ersten Kaffeepause. Wer erst später Kaffeedurst bekommt, kann den in Varazze stillen. Das Städtchen besitzt einen reizenden historischen Kern mit vielen alten Kirchen. Wir verlassen Varazze, zweigen in Pero rechts ab und visieren Alpicella an. Mitten hinein in das Genueser Küstengebirge. Der Monte Beigua ruft. Im unteren Teil führ das schmale Sträßchen durch Wald und kleine Ansiedlungen. Der Mittelteil ist gut ausgebaut und toll zu fahren, erst weiter oben wird es eng und holperig. Oben am Gipfel (1.287 m) machen wir erst einmal Pause. Stellen die Maschine ab, setzen uns auf die Picknickbänke und genießen die traumhafte Aussicht aufs Meer und die mitgebrachte Focaccia bzw. Farinata. Auf schmalem, oft nur noch teilweise vorhandenem Asphalt geht es nach Urbe und weiter zum Passo del Faiallo. Die Westrampe ist gut ausgebaut und perfekt zu fahren. Kurz hinter der Passhöhe in 1.044 Metern beginnt die Panoramastraße Richtung Osten. Genua immer im Blick, schlängelt sie sich die Fahrbahn aussichtsreich einen kargen Berghang hinab. Ein Stück Hauptstraße P 456 folgt. Sie überquert den Passo del Turchino und ist jedes Jahr Bestandteil des berühmten Eintages-Radrennens Mailand – San Remo. Auf dem Pass erreichen die Rennfahrer den höchsten Punkt der Strecke. In Campo Ligure mit seinen schönen erdbeerfarbenen Häusern verlassen wir die Hauptstraße, jedoch nicht bevor wir in einem der gemütlichen Restaurants am Flussufer der Stura zu Mittag gegessen haben. Unser Tipp: Pasta mit Pesto Genovese. Das besteht aus Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Käse. Alles wird in einem Mörser zerrieben und über die Pasta oder die Gnocchi gegeben. Die Besonderheit dabei ist das spezielle kleinblättrige Basilikum, das in den Gewächshäusern von  Pra bei Genua wächst. Das Blut befindet sich im Magen, der Körper ist mit Verdauen beschäftig. Da gehen die Kurven und Kehren hinauf zum Monte del Poggio nicht so leicht von der Hand. Also aufgepasst, das schmale Bergsträßchen hat es ganz schön in sich und verzeiht keine Fahrfehler. Gewagt zirkelt es durch das Küstengebirge und trifft schließlich nach einer Handvoll zackiger Kurven bei Campomorone auf die SS 35. Die verbindet Genua mit der nördlich gelegenen Provinz Alessandria. Und überrascht mit einem unerwartet kurvigen Streckenverlauf. So wird die Rückfahrt zum Ausgangspunkt Genau noch zu einem letzten fahrerischen Genuss. Tourlänge: ca. 150 km Roadbook: Genua – Arenzano – Cogoleto – Varazze – Pero – Alpicella – Monte Beigua – Urbe – Passo del Faiallo – Passo del Turchino – Campo Ligure – Campomorone – Genua Highlight: Piazza delle Erbe. Der beliebte Platz in Genua steht voller Tische und Stühle. Hier trifft man sich zum Aperitif oder zum Abendessen. Er liegt in der Altstadt und versprüht puren italienischen Charme. Die Umgebung in Form von alten Bürgerhäusern wirkt wie eine Filmkulisse. Pässe-Info: Monte Beigua 1287 21% Passo del Faiallo 1044 7% Passo del Turchino 530 7%
    Österreich / Kärnten
    Zwischen den beiden Flüssen Mur im Norden und der Gurk im Süden liegt die Gebirgsgruppe der Gurktaler Alpen. Auf dieser Tour erwarten uns saftig grüne, locker bewaldete Hügel gesprenkelt mit grauem Fels, tiefblaue Bergseen und eine Natur wie eine Kulisse für einen Heimatfilm. Los geht es heute auf 1.795 Metern über dem Meeresspiegel – mitten in der Natur. Der aussichtsreiche Parkplatz an der Turracher Höhe ist der perfekte Ort für die Konzentrationsminute vor dem Start zur Tour und um in den frühen Morgenstunden eine Prise klarer Bergluft einzuatmen. Eine Handvoll runder, sauberer Kehren bergab, und kurz vor Ebene Reichenau Blinker rechts. Und dann sind wir auch schon mitten drin in einer der faszinierendsten Motorradstrecken Österreichs. Faszinierend, weil die Nockalmstraße auf ihrer Länge von 35 Kilometern keine einzige Ortschaft streift. Und das im zugesiedelten und verbauten Mitteleuropa. Lässig cruisen wir das graue Asphaltband entlang, haben Zeit zum Schauen, Entspannung strömt durchs Visier. Kärntner Küche darf man in Berggasthöfen oder Almhütten entlang der Route schlemmen. Die Nockalmstraße wurde zwischen 1971 und 1981 gebaut. Für uns Motorradfahrer besonders interessant sind ihre 52 Kehren und unzählige Kurven zwischen den Mautstellen Ebene Reichenau und Innerkrems. Wer es genau wissen will: „Nock’n“ heißen die runden Hügel, die ähnlich wie Tafelberge aus der Erde ragen. Zunächst überqueren wir die 2.024 Meter hohe Schiestlscharte und kurven anschließend zum höchsten Punkt der Straße hinauf, zur 2.042 Meter hohen Eisentalhöhe. Der Abschwung bringt uns zum Nationalparkzentrum Nockalmhof, welches gleichzeitig Gasthof und Museum ist. Der Gasthof fällt durch seinen spielerischen Retro-Mix und das leckere Essen auf, das Museum gibt spannende Einblicke in das Biosphärenreservat der Nockberge. Sonnenklar, dass wir am Nockalmhof eine Atempause einlegen. Nächstes Highlight ist der Katschberg. Die klassische Verbindung zwischen Kärnten und Salzburg sowie den Hohen Tauern und den Gurktaler Alpen galt noch in den 1930er-Jahren wegen ihrer 30 Prozent steilen Trasse als der Schrecken aller Autofahrer. Das ist Geschichte, heute läuft die Straße hinauf zum 1.641 Meter hohen Sattel locker von der Hand. Keine verwegenen Schräglagen, dafür kaum Verkehr, da der sich hauptsächlich auf der Autobahn abspielt. Die Gastronomie am Katschberg bietet sich für einen weiteren Zwischenstopp an, bevor drunten in St. Michael im Lungau das Tal der Mur wartet. Bei Bummeldrehzahl rollen wir den Fluss entlang, heben den Kopf zu den Spitzen der Gurktaler Alpen rechts und der Hohen Tauern links von uns. Die entspannte Stimmung in diesem Tal, die positive Energie ist deutlich zu spüren, fast kann man sie greifen. Alle Ortschaften im Murtal schweben auf diesem besonderen Energiefeld. Dass gerade in Tamsweg mit St. Leonhard eine berühmte Wallfahrtskirche steht, ist kein Zufall. Jedes Jahr am 6. November pilgern Tausende von Gläubigen zu der im 15. Jahrhundert erbauten Kirche mit ihrem spitzen, schlanken Turm. Wegen eines ganz anderen Events hingegen strömen die Leute nach Murau – es sind die seit 2002 stattfindenden Shakespeare-Festspiele, die den charmanten Ort über die Region hinaus bekannt gemacht haben. Außer seiner Theaterbühne präsentiert Murau auch ein hübsches Panorama, bestehend aus Stadtpfarrkirche und Schloss. Ein schräglagenverdächtiger Schlenker hinein in die Metnitzer Berge führt die Route weiter Richtung Osten bis zum Tal der Metnitz und nach Friesach. Dort sieht und spürt man das Mittelalter auf Schritt und Tritt – die älteste Stadt Kärntens besitzt jede Menge uralte Bausubstanz wie die Stadtmauer oder der nach wie vor Wasser führende Stadtgraben. Wegen der vielen Türme und Zinnen, die von den umliegenden Bergen grüßen, wird Friesach gerne Stadt der Burgen genannt. Deutlich moderner geht es in Sankt Veit zu, das wir nach einer zügigen Landpartie am Ufer der Glan erreichen. Die „Sonnenstadt“ hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, ihren gesamten Strom bis 2020 aus erneuerbaren Energien zu ziehen. Das unterstützen wir und machen auf dem Hauptplatz eine große Pause, während der wir über den Tischrand das bezaubernde barocke Rathaus bewundern. Cappuccino plus Apfelstrudel mit Vanillesauce kommen genau zur rechten Zeit, denn hinter Sankt Veit verlangt die Etappe durch die Gurktaler Alpen einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel. In Höhen zwischen 1.500 und 1.700 Meter wirbelt die Bergstraße dem Skigebiet Flattnitz entgegen, um sich von dort ins Tal der Mur hinabzuwerfen. Eines ist sicher – „herumgegurkt“ wird in den Gurktaler Alpen nicht. Wer’s genau wissen will: Namensgeber ist der Fluss Gurk, slowenisch Krka, die Gurgelnde. Jetzt noch ein entspanntes Stück Bundesstraße, ein paar Bögen hinauf zur Turracher Höhe, und die Tagesrunde ist beendet. Jetzt kräftig ausatmen. Tourlänge: ca. 350 km Roadbook: Turracher Höhe – Ebene Reichenau – Nockalmstraße – Innerkrems – Kremsbrücke – Katschberg – St. Michael im Lungau – Tamsweg – Murau – Metnitz – Friesach – Sankt Veit – Überfeld – Kraig – Föbing – Gurk – Kleinglödnitz – Flattnitz – Stadl an der Mur – Predlitz – Turracher Höhe Highlight: Die Nockalmstraße. 52 sanfte Kehren in saftigem Grün – eine geniale Kombination. Gesprenkelt mit blauen Bergseen, weißen Felsen und Blumen in allen Regenbogenfarben. Für Naturliebhaber ein ganz besonderes Erlebnis. Pässe-Info: Turracher Höhe   1783  23 %   -      30km Nockalmstraße   2042    10 %  11-5  34km Katschbergpass  1641  12 %    -      12km
    Schweden / Gotland
    Traumhafte Strände, endlose Wälder, urige Felsformationen und einladende Dörfchen. Eine Motorradreise durch den Norden Gotlands ist pures Balsam für die Seele. Hier kommen Entdecker voll auf ihre Kosten. "Ein Mann namens Tjelvar fand Gotland als Erster. Damals war Gotland aber verzaubert, sodass es bei Tage im Meere versank und nur nachts auftauchte. Aber dieser Mann brachte als erster Feuer ins Land und danach versank es nie mehr." So hört sie sich an, die Entstehungsgeschichte der schwedischen Insel Gotland. Ein bildschönes Eiland voller Mystik und alter Geheimnisse. Empfangen werden wir mit einem fantastischen Blick von Bord der MS Gotland auf das Panorama von Visby. Steile rote Dächer, weiße, stufenförmige Giebel, dazwischen mächtige Mauern, Türme und Überreste einst wehrhafter Kirchen. Es ist kein Problem, in Gotlands Hauptstadt ein Bett für die Nacht zu finden und so können wir am nächsten Morgen ausgeruht starten. Schnell liegt die Inselhauptstadt hinter uns und wir halten uns entlang der Küste auf der 149 gen Norden. Wie überall in den nordischen Ländern ist hier Vorsicht geboten. Wer zu schnell fährt, zahlt, und zwar richtig. Macht aber nichts, wir genießen die ruhige Fahrt durch die grüne, meist waldige Landschaft. Gotland ist Land für die Seele. Bei Lickershamn erwartet uns eine Jungfrau am Strand. Lang, schlank und schneeweiß ist sie und ganze zwölf Meter groß. "Jungfrun" heißt der Raukfelsen, einer von vielen Kalksteinfelsen, die auf den schwedischen Inseln zu finden sind. Unterschiedliche Gesteinshärten und Erosion schufen nach der letzten Eiszeit teils skurrile Gebilde mit faszinierenden Formen. Faszinierend sind auch die Kilometer entlang der Küste bei Harudden, der nördlichsten Spitze von Gotlands Hauptinsel. Vor Halls fiskeläge, was auf deutsch etwa Halls Fischerdorf bedeutet, lagen die ertragsreichsten Fanggründe rund um Gotland. Heute tummeln sich hier nur noch Touristen und das auch nur in sehr geringen Mengen. Vom ehemaligen Fischerdorf bis hinunter nach Västös lenke ich das Mopped direkt entlang des Wassers. Kies- und Sandstrände zwischen dichten Kiefernwäldern und tiefblauem Meer, menschenleer, aber traumhaft schön, laden zum erfrischenden Bad und herzhaften Picknick. Über das kleine Örtchen Kappelshamn erreichen wir bald den nur wenige Kilometer weiter gelegenen Gotland-Ring bei Lärbro. Eine beliebte Rennstrecke, die regelmäßig viele Besucher anzieht. In der Ring-Cafeteria gönnen wir uns einen heißen Kaffee, schauen den Sportfreaks bei ihren Runden zu und halten Schwätzchen. Weiter geht es nach Norden, unser Ziel ist die zu Gotland gehörende kleine Insel Fårö. Halbstündlich dümpelt die Fähre über den schmalen Fårösund. Broa - drei Häuser, ein Fähranleger. Kurz dahinter ein einladender Campingplatz mit viel Grün. Wir steuern Fårös gleichnamigem Hauptort an, drehen links ab und düsen in Richtung Släthällar. Dort, direkt an der Küste, führt die malerische und kurvenreiche Asphaltpiste direkt an der Raukområde entlang, der malerischen Galerie von Gotlands schönsten und spektakulärsten Rauksteinen. An der Grenze zwischen Wasser und Land wachsen abstruse, steinerne Gebilde empor. Hier müssen wir einfach vom Mopped runter, rauf auf die Felsen und zwischen den kantigen und karstigen Gebilden herumklettern. Ganz oben im Nordosten streckt sich der Fårö Fyr in den Himmel. Vorbei an urigen, eng zusammen stehenden Fischerhütten aus schwarzem, geteerten Holz und halb zerfallenen Booten, erreichen wir Gotlands nördlichsten Leuchtturm. Hier machen wir kehrt, passieren die Bucht Ajkesvik und über den Fårösund verlassen wir das kleine Eiland wieder. Wir halten uns an Gotlands Ostküste gen Süden. Hohe, weiß leuchtende Kalkklippen wechseln sich an der Küste mit goldfarbenen Badestränden ab. Immer wieder führen kurze Abstecher an herrliche einsame Plätze am Ufer. Valleviken und Åminne, einladende, verlockende Badeplätze. Südlich der Landzunge bei Östergarn warnt ein Schild vor gefährlichen Kurven. Tatsächlich erleben wir auf den folgenden fast zehn Kilometern richtig spannende, für Gotland eher ungewöhnliche Kurvenkombinationen. Gammelgarn, Ardre, dann biegen wir auf die 143 gen Westen ab. Es folgen 40 zügige Kilometer über die gut ausgebaute Landstraße, an deren Ende an der Westküste wieder Visby in Sicht kommt. Hier beenden wir die interessante Runde durch Gotlands Norden. Roadbook: Visby, Lickershamn, Harudden, Halls fiskeläge, Västös, Kappelshamn, Gotland-Ring, Insel Fårö, Broa, Ort Fårö, Släthällar, Leuchtturm Fårö Fyr, Valleviken, Åminne, Östergarn, Gammelgarn, Ardre, Visby. Start- / Zielort: Visby / Visby Länge: 275 km Highlight: Visby – Seit über 200 Jahren steht die geschichtsträchtige Hansestadt Visby an Gotlands Westküste bereits unter Denkmalschutz und gilt seit 1995 als Weltkulturerbe. Die fast vollständig erhaltene Stadtmauer ist über 3,5 Kilometer lang, hat nicht weniger als 27 Türme und beinhaltet die Ruine der einstigen Visborg. Dazwischen liegen zahlreiche mittelalterliche Gebäude, Kirchen und Ruinen. Auch die Region um den Hafen ist enorm abwechslungsreich. Mindestens einen ganzen Tag sollte man für Visby schon einplanen. Für die Pause bietet sich dann der kopfsteingepflasterte Hauptplatz Stora Torget an, er ist von einladenden Cafés und gemütlichen Restaurants umgeben.
    Frankreich / Cevennen
    Die Motorradtour "Schluchtenflitzer" ist eine von über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Für alle, die sich über die Region informieren möchten, empfehlen wir unseren Motorrad Reiseführer Französische Alpen mit seinen vielen Insidertipps, Tipps zu Motorradhotels, Kartenmaterial u.v.m. und die FolyMaps Motorradkarten-Set Frankreich-Süd. Diese und weitere interessante Produkte kannst Du über unseren Shop bestellen. Enge und steile Schluchten, dazwischen karge, menschenleere Hochebenen – das bedeutet motorradgerechte Bergsträßchen mit maximaler Kurven- und minimaler Verkehrsdichte. Wo gibt es so etwas? In den Cevennen, dem südöstlichen Teil des Zentralmassivs. Mende, unser Ausgangspunkt zu dieser kurvenlastigen Runde, ist das nördliche Tor zu den Cevennen und liegt romantisch am linken Ufer des Lot. Einmal im Jahr brennt in Mende enduromäßig die Luft, wenn hunderte Fahrer aus ganz Europa zur dreitägigen Geländesportveranstaltung „Trèfle Lozèrien“ starten. Auf steilen Wanderpfaden geht es dabei heftig zur Sache, und nur erfahrene Enduristen erreichen in Sollzeit das Ziel. Gemächlich zieht unsere Maschine durch die Bögen der N 106 Richtung Florac. Zeit für Mensch und Technik zum Warmwerden. Rechts oben ist das Plateau der Causse de Sauveterre zu erkennen. Causse nennen die Franzosen die charakteristischen Hochebenen der Cevennen. Schnell passieren wir das Schild des 1.046 Meter hohen Col de Montmirat, und nach einem schnellen Kaffee in der Auberge du Col nehmen uns die Kurven hinab ins Tal des Tarn auf. Geschmeidige Kurven, prachtvolle Blicke. Von oben fallen wir nach Florac ein. Blickfang der ehemaligen Gründung der Benediktiner ist das mittelalterliche Schloss mit seinen spitzen grauen Türmen. Es stammt aus dem 17. Jahrhundert, sein Vorgänger wurde in den Hugenottenkriegen des 16. Jahrhunderts zerstört. „ Corniche des Cévennes “ nennt sich die nun folgende knapp 60 Kilometer lange Etappe. Ein bescheidener Name, hinter dem sich eine attraktive Motorradstrecke verbirgt, die sportlich flott über vier Pässe wedelt. Dass hier oben in dieser rauen, felsenübersäten Heidelandschaft nur wenig Menschen wohnen, überrascht nicht. Gut für uns Motorradfahrer, denn so gehört uns die Fahrbahn fast immer ganz alleine. Verantwortlich für unsere gute Laune ist der Sonnenkönig Ludwig XIV. Der ließ die Corniche nämlich als Militärstraße für seine Truppen anlegen. Im Tal des Gardon liegt die sympathische Gemeinde Saint-Jean-du-Gard. Ausgestattet mit Schloss, Kirche und Markplatz drängt sie sich für die erste große Pause geradezu auf. Vielleicht mit einem Café crème und einem Eclair? Die mit Vanille-, Schokolade- oder Kaffeecreme gefüllte Süßigkeit kommt zur rechten Zeit. Denn die zügig zu fahrenden Kurven hinauf zum 905 Meter hohen Col de l’Asclier fordern Kraft und Konzentration. Bergauf zeigt sich das Sträßchen noch einigermaßen breit, während es nach dem Sattel, der sich unter einem alten gemauerten Brückenbogen befindet, höllisch schmal wird. Also aufgepasst, wenn die Augen mal wieder zu lange von der Fahrbahn zu den herrlichen Aussichten über die Berge der Cevennen schweifen. Le Vigan gefällt mit seinem historischen Zentrum, seiner Einkaufsstraße und seiner bereits im 14. Jahrhundert erbauten Brücke über die Arre. Der Ort ist Ausgangspunkt der Bergstraße, die zum 1.567 Meter hohen Mont Aigoual hinaufführt, dem nach dem Mont Lozère zweithöchsten Berg der Cevennen. Kehren und enge Kurven bietet die Strecke zwar nicht, dafür lässt sie ein sportliches Tempo zu. Schnell ist der Gipfel des Mont Aigoual erreicht, ein kahles Plateau mit weitem Rundblick. Hier oben harren tapfer die Mitarbeiter der letzten bewohnten Wetterstation Frankreichs aus. Und das bei miesem Wetter: Der Mont Aigoual ist der Ort mit der höchsten Niederschlagsmenge in Frankreich. Von oben an seinen grauen Schieferdächern zu erkennen, liegt Meyrueis im Tal der Jonte. Von dort aus zielt die Route hinüber nach Hures-la-Parade, wo der Aufstieg zum Col de Coperlac beginnt. Und der macht mit seinen stetigen Tiefblicken in die enge Gorge de la Jonte mächtig Laune. Danach zirkelt die Route über die einsame Causse Méjan, streift in 907 Metern Höhe die Passhöhe des Coperlac und stoppt kurz danach an einem Aussichtspunkt mit Gaststätte und Fernblick. Eine Handvoll Serpentinen folgen, danach kurvt die griffige Fahrbahn am Hang entlang hinab nach Sainte-Enimie. Auch hier ist ein Halt nicht die schlechteste Idee, gehört der Ort doch zu den schönsten Dörfern Frankreichs, den „Plus beaux villages de France“. Malerisch in der Schlucht des Tarn gelegen, macht Sainte-Enimie seiner Auszeichnung alle Ehre und präsentiert dem Besucher Idylle pur mit viel alter Bausubstanz. Der nun folgende Col de Rieisse liegt mit seinen 946 Metern unscheinbar in einem Kiefernwald. Lohnt er sich trotzdem? Und wie. Denn Auf- und Abfahrt stellen eine echte Herausforderung dar. Gleich hinter La Malène kraxelt die Fahrbahn in verdammt engen Kehren steil bergauf. Teils sind sie überhängend und damit nichts für schwache Nerven. Dafür ist die Aussicht phänomenal. Etwas ruhiger geht es die Abfahrt nach Vignes an, bevor die nächsten Serpentinen hinauf zur Pointe Sublime lauern. Wie gut, dass die Rückfahrt nach Mende über die Causse de Sauveterre und Chanac entspannt und gelassen erfolgt. Tourlänge: ca. 350 km Roadbook: Mende – Col de Montmirat – Florac – Corniche des Cévennes – Saint-Jean-du-Gard – Col de l’Asclier – Le Vigan – Mont Aigoual – Meyrueis – Hures-la-Parade – Col de Coperlac – Sainte-Enimie – Col de Rieisse – La Malène – Les Vignes – Pointe Sublime – Chanac – Mende Highlight: Pointe Sublime. Ein Highlight im wahren Wortsinn ist der Aussichtspunkt am Rande der Hochebene Causse de Sauveterre. Besonders abends ist der Blick hinab in die Tarnschlucht ein Traum. Unten vollführt der Fluss eine seiner berühmten 90-Grad-Schleifen, sodass man das Panorama in zwei Richtungen genießen kann. Pässe-Info: Col de Montmirat 1046   6% -     33 Corniche des Cévennes 1016 12% -     58 Col de l’Asclier   905   8% -     36 Mont Aigoual 1576   9% -     22 Col de Coperlac    907   8% -     30 Col de Rieisse   946 12% -     24 Pointe Sublime   930 fehlt -     10
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